PegelTiefgang Inland ECDIS

Kostenloses Inland ECDIS für die Binnenschifffahrt mit Unterstützung für und mitgelieferten bIENC-Tiefenkarten, als Alternative und Ergänzung zu CoVadem oder Tresco, auf Basis von OpenCPN. Zurzeit mitgelieferte Tiefenebenen von Rhein, Donau, Waal, IJssel, Nederrijn und Lek. Lieber Tiefenkarten als PDF auf Papier (Tiefenatlas)? Dann siehe Tiefenkarten

Das PegelTiefgang Inland ECDIS ist ein kostenloses Inland-ECDIS-Kartenprogramm für Windows auf Basis von OpenCPN. Es ist so angepasst, dass es, anders als das originale OpenCPN, den Standard IENC 2.4 mit bIENC-Tiefenebenen unterstützt. Es zeigt die gemessene Tiefe der Wasserstraße in der Karte, und über Live-Wasserstände sehen Sie genau, wo wie viel Wasser steht, so wie man es von der österreichischen Donau und von CoVadem am Rhein kennt. Mit den richtigen Einstellungen übernimmt es AIS und Position von dem Navigationssystem, das ohnehin an Bord steht. Zurzeit gibt es von mir erstellte Tiefenebenen für den deutschen und niederländischen Rhein, bayerische Donau, Waal, IJssel, Nederrijn und Lek bis Krimpen, mit einer Erweiterung für Maas, Mosel und hoffentlich noch viele weitere Flüsse. Außerdem sind die von den Behörden erstellten Tiefenebenen auf der Donau unterhalb von Passau verfügbar, allerdings noch ohne Wasserstandskorrektur in Echtzeit.

Demnächst verfügbar

Das Programm fährt zurzeit an Bord einiger Schiffe im Test mit. Sobald es für alle fertig ist, steht hier der Download-Button. Möchten Sie es als Erster erfahren oder schon mittesten? Dann melden Sie sich in der WhatsApp-Gruppe.

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Beim ersten Start meldet sich Windows

Das ist normal, das Programm ist neu und Windows kennt den Herausgeber noch nicht. Im blauen Fenster auf „Weitere Informationen“ klicken und dann auf „Trotzdem ausführen“. Bei späteren Updates passiert das nicht mehr.

Was es leistet

Hochauflösende Tiefenebenen im Kartenbild

Tiefendaten (Bathymetrie), nicht nur in der Fahrrinne, sondern auch daneben, für Rhein, Waal, Nederrijn, Lek, IJssel und die Donau. Für Maas, Mosel und die übrige deutsche Donau sind sie in Vorbereitung.

Aktuelle Wasserstände

Die Tiefen werden laufend auf den aktuellen Wasserstand umgerechnet, für die Flüsse, für die Echtzeitdaten vorliegen. Angezeigt wird die Tiefe, die gerade jetzt da ist, nicht die bei Referenzniedrigwasser, sodass Sie nicht mehr selbst rechnen müssen. Stellen Sie die Safety Contour unten am Bildschirm (SC … m) auf Ihren aktuellen Tiefgang plus 30 bis 40 cm Sicherheit, dann sehen Sie, wo Sie fahren können und wo nicht. Weiß ist sicher, hellblau ist sicher, aber weniger als 50 cm über der unsicheren Tiefe, dunkelblau mit schwarzer Kontur ist zu flach zum Befahren.

AIS vom Bordsystem

Übernimmt AIS-Ziele und die eigene Position über das Bordnetz vom vorhandenen Navigationssystem. Folgen Sie dem Installationsassistenten, danach sollte es laufen. Außerdem mit praktischen Vorausberechnern, die mit dem aktuellen Kurs, der Geschwindigkeit und der Drehrate zeigen, wo Sie in einer einstellbaren Anzahl Minuten sind. Passen Sie die Vorausberechnungszeit mit der Option „PRED“ über oder neben der Einstellung der Safety Contour an.

Hält sich selbst aktuell

Karten und Programm aktualisieren sich selbst, sobald es Internet gibt. Es muss nichts manuell heruntergeladen oder nachinstalliert werden, Sie bekommen von selbst eine Meldung oder es wird von selbst installiert, wenn das Schiff nicht in Fahrt ist.

Mit der mitgelieferten bIENC-Tiefenebene und aktuellem WasserstandOhne, so wie die Karten von Rijkswaterstaat erstellt werden
Beispiel der harten Schicht bei Nijmegen, wie zu sehen ist die Innenkurve mit der Yachtrinne tiefer als die Außenkurve, im Gegensatz zu dem, was man von einem natürlichen Fluss erwarten würde.
Mit der mitgelieferten bIENC-Tiefenebene und aktuellem WasserstandOhne, so wie die Karten von Rijkswaterstaat erstellt werden
Sehen Sie, wie irreführend die eingezeichnete Fahrrinne ist. Die Untiefe unter der Brücke De Oversteek bestimmt derzeit die geringste gepeilte Tiefe, weil sie angeblich „in der Fahrrinne liegt“, aber in der Praxis fährt jeder außen herum, in der tatsächlich tiefen Rinne, die am linken statt am rechten Ufer liegt. Deshalb wird die MGD auch massenhaft ignoriert, weil sie nicht repräsentativ dafür ist, wo die Schiffe fahren. Siehe auch die FAQ

Installation

  1. Sobald der Download-Button oben erscheint: klicken Sie darauf und speichern Sie die Datei.
  2. Die heruntergeladene Datei doppelklicken.
  3. Im blauen Windows-Fenster auf „Weitere Informationen“ und dann auf „Trotzdem ausführen“ klicken.
  4. Bei der Rückfrage von Windows auf „Ja“ klicken.
  5. Im Installationsassistenten immer auf „Weiter“, oder passen Sie die Voreinstellungen an.
  6. Beim ersten Start fragt die Windows-Firewall: unbedingt „Private Netzwerke“ ankreuzen und den Zugriff zulassen, sonst kommen keine AIS-Daten an.

Verbindung mit GPS und AIS

Damit AIS und Position ankommen, und Sie sehen, wo Ihr Schiff in der Fahrrinne steht, muss das Navigationssystem, Tresco oder ein anderes, die Daten ins Bordnetz senden oder anderweitig ausgeben. Im PegelTiefgang Inland ECDIS selbst ist dafür nichts einzustellen. Wenn kein Kartensystem an Bord ist, kann dieses Programm auch direkt mit GPS und AIS kommunizieren, beachten Sie aber, dass dies keine zugelassene Navigationssoftware ist. Für Nicht-Berufsschiffer, die keine Alternative haben, kann es trotzdem nützlich sein. Grundsätzlich werden alle Plugins von OpenCPN unterstützt, damit befasse ich mich aber nicht weiter. Alternativ lässt sich auch ein Telefon nutzen, mit einer App, die das GPS-Signal über Bluetooth an den Computer schickt, dazu gibt es Anleitungen im Internet.

Siehe auch die Dokumentation von OpenCPN.

Zuerst in Tresco oder Periskal einstellen

  1. Instellingen → Systeem… öffnen. Das Passwort ist meistens 0000.
  2. Zu Kanalen gehen.
    Schritte 1 und 2: Instellingen → Systeem, danach Kanalen.
  3. Transmit NMEA via UDP port einschalten, in der unteren Hälfte der Seite.
    Schritt 3: Transmit NMEA via UDP port steht in der unteren Hälfte der Seite.
  4. Im ersten Feld Port 10110 eintragen.
  5. Tragen Sie in das Feld Broadcast-adres die Adresse ein, die das Programm unter Hilfe → Position und AIS von Tresco empfangen anzeigt, dort wo im Bild unten 255.255.255.255 steht. Diese Adresse ist auf jedem Schiff anders und kann hier deshalb nicht stehen.
  6. Gebruik communicatieserver op adres: ausgeschaltet lassen. Diese Option schickt die Daten an einen entfernten Server statt ins Bordnetz, und das wird hier nicht gebraucht.
    Schritte 4, 5 und 6: Port, Adresse und der Kommunikationsserver, der aus bleiben muss.

Die Menünamen stehen absichtlich auf Niederländisch. So heißen sie auf dem Tresco-Bildschirm, und dort müssen sie gefunden werden.

Was eingestellt werden muss

Ausgabeart
UDP (broadcast)
Zieladresse
Die Adresse, die das Programm unter Hilfe → Position und AIS von Tresco empfangen anzeigt
Port
10110
Format
NMEA 0183

Wenn nichts erscheint

  1. Laufen beide Geräte im selben Netz, also am selben Router und im selben Subnetz?
  2. Ist im Bordsystem die Ausgabe wirklich aktiviert und nicht nur konfiguriert?
  3. Windows-Firewall: beim ersten Start muss der Zugriff auf private Netzwerke erlaubt werden. Wurde das weggeklickt, unter Windows-Sicherheit → Firewall → App durch Firewall zulassen nachtragen.
  4. Ist am Bordsystem ein anderer Port eingestellt, lässt er sich im PegelTiefgang Inland ECDIS unter Optionen → Verbindungen ändern.
  5. Wurden Einstellungen versehentlich verändert, stellt Hilfe → Empfohlene Einstellungen wiederherstellen den Zustand nach der Installation wieder her.

Wichtiger Hinweis

Dieses Programm ist eine elektronische Binnenschifffahrtskarte nach dem CCNR-Inland-ECDIS-Standard, Betriebsart Informationsmodus. Es bietet keine Radarüberlagerung und ist nicht für den Navigationsmodus bestimmt. Dies gilt, solange das Programm im Inland-ECDIS-Modus läuft, mit aktuellen Inland-ENC-Karten und auf einem vom Steuerstand aus ablesbaren Bildschirm.

Was es kann: Es zeigt die amtlichen Inland-ENC-Karten, die eigene Position und die AIS-Ziele, die das Bordsystem liefert, und unsere Tiefenschicht, umgerechnet auf den aktuellen Wasserstand.

Was es nicht kann: Es ist kein typgenehmigtes Gerät, es hat keine Radarüberlagerung, und es ersetzt keine an Bord vorgeschriebene Anlage.

Tiefendaten sind eine Momentaufnahme und können veraltet sein. In den Niederlanden wird regelmäßig gepeilt, in Deutschland leider nicht. CoVadem hat ein Messnetz aus eigenen Schiffen, die die Fahrwassertiefe in Echtzeit dort messen, wo gefahren wird. Die Abdeckung ist deshalb geringer und außerhalb der Fahrrinne oft gar nicht vorhanden, anders als in diesem Programm, aber Untiefen, die gerade erst entstanden sind, etwa durch Drehmanöver, werden bei CoVadem schneller aktuell als hier.

Warnung zu den Daten des deutschen Rheins: das sind recht alte Peilungen. Der Rhein verändert sich durch seine vielen Buhnen nicht viel, aber auch im Gebirge scheinen die Tiefen manchmal um mehrere Dezimeter abzuweichen (zum Beispiel im Geisenrückenfahrwasser) verglichen mit dem Tiefenatlas und auch aus eigener Erfahrung (obwohl es immer schwierig ist, Echolotmessungen mit der Tiefe zu vergleichen, wegen Squat). Es wird nach besseren Peilungen gesucht, aber vorerst ist das das Beste, was wir haben, und auf jeden Fall mehr als nichts. Haben Sie bessere Daten oder Daten von anderen Flüssen? Ich komme gerne mit Ihnen in Kontakt

Die Verantwortung für die sichere Führung des Fahrzeugs liegt ausschließlich beim Schiffsführer. Für Schäden, die aus der Nutzung dieses Programms entstehen, wird keine Haftung übernommen.

Hilfe

Funktioniert etwas nicht, was Sie auch mit Hilfe von Google oder KI-Programmen wie ChatGPT (versuchen Sie es bitte zuerst damit) nicht gefixt bekommen, etwa ein unerwarteter Absturz? Dann klicken Sie im Programm auf Hilfe → Problem melden. Es erscheint ein Code aus sechs Zeichen, den geben Sie durch. Damit lässt sich aus der Ferne nachsehen, was auf Ihrem Computer schiefgelaufen ist.

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Basiert auf OpenCPN (opencpn.org), GPL v2. Kartendaten: EuRIS und die nationalen Wasserstraßenverwaltungen. Tiefendaten: verschiedene Quellen, aber eigene Aufbereitung, um sie ins richtige Format zu bringen. Live-Wasserstände aus der PegelTiefgang Wasserstands-API mit mehreren zusätzlichen Fallback-Quellen, um die beste Zuverlässigkeit zu gewährleisten.